Rund 80 km und 2350 Höhenmeter führt uns der Weg durch das Jotunheimengebirge. Unser letzter Multidayhike bevor wir mit Bus und Zug wieder Richtung Süden reisen.
Eine nette kleine Etappe von nur 14 km ... Easy Shit... Dachten wir ... Aber der Olav... Der ist ne harte Socke... Das letzte Stück der ersten Wanderung hat es in sich. Wir sind bei gut norwegischem Wetter unterwegs, 3h regenet es, 2h ist es bewölkt und 15 Min scheint die Sonne nur so zum Zeigen das es auch sein könnte.
Wir starten früh, 7.45h, um den schnarchenden Norwegerinnen (sie klingen wie rostige
Türangeln) im 12er Schlag der Hütte zu entkommen. Und um die wenige Morgensonne auszunutzen...
Leider geht es uns beiden nicht mehr sonderlich gut... Wir bekommen starke Kopfschmerzen, Hitze- und Schweissausbrüche, Bauchschmerzen usw... War es schlechtes Wasser, die creamy Pasta, ein Virus... ? Giorgio schleppt sich allein zum Nachtessen und kann es nicht wirklich geniessen. Nach eine eher unschönen Nacht beschliessen wir die Tour auszusetzten und rumpeln mit dem Bus ins Tal...
Wir schlafen zwei Nächte in Lom um uns zu erholen. Wir schauen uns in aller Ruhe die Gegend an (Museum und Kirche) Und wieder hungrig geworden geniessen wir die berühmten Kanelsnüre.
In der Kirche werden wir von einem jungen Guide aufgeklärt über die Geschichte des Hauses und der Gegend. Der Ort soll zu den trockenstensten iun ganz Norwegen gehören? Wir können das nicht verifizieren, da wir keine zeitliche Vergleichsgrösse haben. Nur soviel:
Angesichts der Tatsachen, dass
1. es hier am trockendsten ist und
2. an anderen Orten der Regen dementsprechend eher einem Wasserfall gleicht
3. wir langsam die Schuhe voll haben von nassen Füssen,
beschliessen wir, unsere Mehrtagestour durchs Gebirge definitiv abzublasen.
Auf der Rückreise nach Oslo halten wir an Orten, die wir auch bei Regen besser durchwaten können als reissende Bergbäche.